A fresh start!

Obwohl ich gerade mal seit einer Woche unterwegs bin, fühlt es sich jetzt schon an wie ein Monat. Letzten Samstag um diese Zeit belagerte ich noch Stefans Sofa, heute erklimme ich schon wolkenverhangene Zweitausender.

 

Zum Start packte ich mir den tollen Freund ins Auto und wir fuhren nach - ganz großes Kino! - Hannoversch Münden. Wir hatten beide mal irgendwo gehört, das sei ganz hübsch und das war es auch tatsächlich. Um die 450 Fachwerkhäuser in der Innenstadt, das war schon wirklich pittoresk. Außerdem küssen sich Fulda und Werra und im Ratskeller wird leckeres Dr. Eisenbart-Bier gebraut. Und die äußerst freundliche Bedienung spendierte uns sogar zum Schluß des Abends noch zwei Dr. Eisenbart Schwarzbiere *hicks*.

 

Am nächsten Tag hab ich Stefan schweren Herzens in den Zug gesetzt (er weigerte sich standhaft, von mir mit dem Anschnallgurt gefesselt und einfach mitgenommen zu werden) und bin weiter nach Nürnberg zu Bettina und Günter. Immer eine gute Idee! Den Montag Abend verbrachten Günter und ich mit Wagner, am Dienstag war es viel zu warm, um irgendwas zu tun, am Mittwoch waren wir beim Reichsparteitagsgelände und ich bekam eine professionelle Privatführung von Bettina und am Donnerstag beschloß ich, noch einen Tag länger in Nürnberg zu bleiben, weil die Wettervorhersage für Damüls grotte war. Dafür durfte ich abends mit zum Klabauter-Stammtisch und habe gelernt, dass man auch mit 70 noch nicht zu alt ist für sein erstes Tattoo! Recht so, alt und faltig werden wir sowieso.

 

Und dann endlich, endlich Österreich! Direkt hinter der Grenze türmten sich die Berge vor mir auf und ich saß breit grinsend hinterm Steuer, während sich der alte Golf wacker die enge Straße hochquälte und mich sicher übers Furkajoch brachte.

 

Die erste Wanderung heute noch sutje und am Nachmittag eine erste Rast in der Unterdamülser Alpe, wo ich mir in der mollig warmen Hirtenstube zwischen den Einheimischen wie ein sehr exotisches Insekt vorkam, mit meinem Hochdeutsch, meinen Funktionsklamotten und meinem Sabbatical. Beim Alpöhi, Hofhund Felix und 180 Rindern ticken die Uhren anders.

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